Islam konkret

                                                Diskussionsbeiträge und Anregungen

 
 

 

Verbietet Gott Homosexualität?


Die Sicht der Bibel. Die Sicht des Qur'âns. Was sagen die Ḥadîṯe?


Zu diesem Thema soll hier auf ein Buch hingewiesen werden, das aus 5 Teilen besteht. Dazu folgt hier der Text auf der Rück-seite vonTeil 3::

 „ISLAM UND HOMOSEXUALITÄT im Qur’ân und der Hadîth-Literatur


Die überwältigende Mehrheit der Muslime ist überzeugt, dass eine homosexuelle Lebensweise nicht mit dem Islam vereinbar ist.

Diese Bücher sind eine Materialsammlung zu dem Thema und eine Untersuchung der Quellen des Islams, nämlich des Qur’âns und der  Ḥadîṯ-Literatur, und kommt zu einem ganz anderen Ergebnis. Der Verfasser ist bekennender Muslim.

 

Die Arbeit besteht aus 5 Teilen und richtet sich zuallererst an Muslime:

 

Teil 1, „Der Qur’ân“, streift zunächst das muslimische Recht, das Menschenbild des Islams, Sexualität im Islam und sein Verhältnis zu den Naturwissenschaften. Es folgen Aussagen zur gegenwärtigen Ansicht über Homosexualität. Die Vorgeschichte der traditionellen Qur’ân-Interpretation wird im Zusammenhang mit der Bibel nachvollzogen.

 

Nach der Wiedergabe von muslimischen Stimmen zur Homo-sexualität werden die relevanten Passagen des Qur’âns ange-führt und der üblichen Auslegung gegenübergestellt.

 

Teil 2, „Die Hadîth-Literatur“, befasst sich mit den außer-qur’ânischen Überlieferungen (etwa 640) zu diesem Thema, mit ihren isnâden (Kette der Überlieferernamen) und der eigent-lichen Mitteilung. Sie werden einzeln angeführt mit dem arabi-schen Text (in Umschrift, zum Teil in arabischer Schrift) und der Übersetzung, und ihre Authentizität wird anhand traditioneller Kriterien geprüft. Die untersuchten Ḥadîṯe entstammen 23 alten Sammlungen bis einschließlich den allgemein bekannten „6 Büchern“ von al-buẖârî, muslim, abû dâwûd, at-tirmiḏî, ibn mâǧa und an-nasâ’î.

 

Teil 3, „Hadîth-Wissenschaft, Überlieferer und Sammlun-gen“, gibt Auskunft über diese Bereiche sowie über die  Ḥadîṯ-Geschichte und liefert ausführliche Informationen über wichtige Gewährsleute der Überlieferungen aus Teil 2, ihre Einschätzung und Lebensdaten.“


Teil 4, „tafsîr-Geschichte, Der Einfluss der mawâlî auf das Denken der Muslime, wie er sich in alten Kommentaren widerspiegelt“,  untersucht 15 alte Qur'ân-Kommen­tare zu den Themen „Lot und sein Volk“. Weiter werden 16 alte Wörter-bücher auf die Erklärung von dem Wort šahwa geprüft. 


Teil 5: Geschichte des Sodom-Mythos, Die Entstehung und die Verbreitung unter den Muslimen (auf arabisch, deutsch, englisch, französisch) über den Sodom-Mythos der Kirchen-väter, der die arabischen Muslime bei der Begegnung mit den Christen in der Levante erreichte.


Verfasser: Amin K. Waltter

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Das Ergebnis der Untersuchung aus der obigen Arbeit kommt zu einem ganz anderen Ergebnis als das, was eine Mehrheit von Muslimen glaubt. Die Basis dafür waren die nachfolgend beschriebenen und strikt angewendeten Kriterien.

 

Für Teil 1 der Arbeit, der Untersuchung des Qur’ân-Textes, waren es:

  • Die Qur’ân-Verse über Lot, sein Tadel dem Volk gegenüber und seine Aussage über sich selbst, und zwar deren Wortlaut und der ihnen innewohnenden Logik
  • Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse:
  • Zeugnisse für das Vorhandensein von Homosexualität vor der Zeit Lots
  • Homosexualität und ihr Anteil in einer Population
  • Historische Belege über Lot und das Leben in seiner Stadt

   fehlen: Es gibt dafür keine Belege, selbst die Lage der Stadt

   ist umstritten

  • Es gibt als ältesten Text jenen des Alten Testaments:
  • Doch die übliche Interpretation eines einzigen Wortes in einem Vers in den Büchern Mose im homosexuellen Sinn ist linguistisch und kontextuell nicht haltbar. Somit verbot sich die Berücksichtigung deren fantasievoller, aber rein fiktiver Aus-malung der Verhältnisse der Bewohner dieser Stadt.

 

Für Teil 2 der Arbeit, Untersuchung der ḥadîṯe, waren es:

  • Von Dr. ṣubḥiyyu`ṣ-ṣâliḥ, ’ulûmu`l-ḥadîṯi wa muṣṭalaḥu-hu,    S. 211, aufgestellte Regel über die Relevanz von ḥadîṯen.
  • Die Beurteilungen der Überlieferer bei aḏ-ḏahabî, mîzânu`l-

    iʿtidâl fî naqdi`r-riǧâl.

  • Prüfung des isnâds: Ist er in Ordnung, gibt es Lücken,       schwache Gewährsleute usw.?
  • Die Ermittlung, wann Überlieferungen erstmals in der Literatur auftauchen und welche Rückschlüsse das zulässt.
  • Welche Überlieferungen wurden für die beiden als am zuverlässigsten bekannten Sammlungen von al-buẖârî und muslim ausgewählt?
  • Prüfung des matn: Können die verwendeten Ausdrücke schon zur Zeit Muhammads (.) verwendet worden sein?

Verlag tredition, Hamburg:

ISLAM UND HOMOSEXUALITÄT im Qur’ân und der Hadîth-Literatur

Teil 1 Der Qur'ân, 238 Seiten, ISBN: 978-3-7323-0986-3 

Teil 2 Hadîth-Literatur, Die Überlieferungen, 344 Seiten,

             ISBN: 978-3-7323-0987-0

Teil 3 Hadîth-Wissenschaft, Überlieferer und Sammlungen ,           284 Seiten,ISBN: 978-3-7323-1051-7

Teil 4 tafsîr-Geschichte, der Einfluss der mawâlî auf das 

         Denken der Muslime, wie er sich in alten 

         Kommentaren widerspiegelt
         230 Seiten, ISBN: 978-3-3841-6759-0

Teil 5 Die Geschichte des Sodom-Mythos, die Entstehung und

          die Verbreitung unter den Muslimen
         436 Seiten ISBN: 978-3-3846-3894-6 – (01/2026) in den 4

         Sprachen: عربي, Deutsch, English, Français