Die Vorgeschichte des Einflusses des Sodom-Mythos von den Kirchenvätern auf das muslimische Denken
Einführende Hinweise
- Aussagen des Qur'âns über Paarbildung
- Fakten der Schöpfung Allahs (was sind die Fakten von Allahs Schöpfung?)
- Der Einfluss der kirchenväterlichen Lehren auf das Verständ-nis von der Aussagen des Qur'âns (tafsîr)
- Dürfen wir gemäß unserer Meinung einfach verbieten oder erlauben?
- Sind traditionelle Meinungen unumstößlich?
- Welche Vorgeschichte gibt es, die Einfluss hatte auf frühere Meinungsbildung
- Sind einmal beschlossene Meinungen unwiderruflich, wenn neue Sachverhalte hinzukommen?
1. Der Ursprung unseres Lebens, nämlich Allahs Schöp-fung des Universums.
In (13:16) heißt es: um Schluss:
قُلِ اللَّهُ خَالِقُ كُلِّ شَيْءٍ وَهُوَ الْوَاحِدُ الْقَهَّارُ
Sag: Allah ist der Schöpfer von allem, und Er ist der Eine, der Allbezwinger.
2. Qur'ân-Verse über Allahs Schöpfung und die Möglichkeit, sie zu erforschen
Der Qur'ân sagt (41:12):
فَقَضَاهُنَّ سَبْعَ سَمَاوَاتٍ فِي يَوْمَيْنِ وَأَوْحَىٰ فِي كُلِّ سَمَاءٍ أَمْرَهَا ۚ وَزَيَّنَّا السَّمَاءَ الدُّنْيَا بِمَصَابِيحَ وَحِفْظًا ۚ ذَٰلِكَ تَقْدِيرُ الْعَزِيزِ الْعَلِيمِ
So führte Er sie als sieben Himmel in zwei Tagen aus und gab jedem Himmel seine Aufgabe ein (wörtlich: offenbarte jedem Himmel seine Aufgabe). Und Wir haben den untersten Himmel mit Lampen geschmückt, und auch als Schutz. Das ist die Anordnung des Allmächtigen und Allwissenden.
Über die Biene wird gesagt (16:68):
وَأَوْحَىٰ رَبُّكَ إِلَى النَّحْلِ أَنِ اتَّخِذِي مِنَ الْجِبَالِ بُيُوتًا وَمِنَ الشَّجَرِ وَمِمَّا يَعْرِشُونَ
Und dein Herr hat der Biene eingegeben (offenbart): "Nimm dir in den Bergen Häuser, in den Bäumen und in dem, was sie an Spalieren errichten.
Allah hat alles erschaffen und offenbarte allem - Materie oder Lebewesen – das, was für dessen Existenz erforderlich ist. Und wie wir wissen, können wir durch Beobachtung, Untersuchung, Forschung herausfinden, was Allah jeweils offenbart, festgelegt, vorgesehen hat. Mit anderen Worten: Ebenso wie Er Offenba-rung an Menschen, Propheten, Gesandte richtete, vermittelte Er sie allem Geschaffenen. Und wir haben die Möglichkeit, den In-halt dieser Offenbarungen zu ermitteln, d.h. Forschung als Mit-tel, um Seine Offenbarungen, Seinen Plan dafür herauszufinden und Seine Allmacht besser zu verstehen, und damit unseren, auch individuellen, Platz, Part in Seiner Schöpfung zu erkennen.
Ich denke, folgende Verse stehen damit in engem Zusammen-hang:
Sura 24:35
اللَّهُ نُورُ السَّمَاوَاتِ وَالْأَرْضِ ۚ مَثَلُ نُورِهِ كَمِشْكَاةٍ فِيهَا مِصْبَاحٌ ۖ الْمِصْبَاحُ فِي زُجَاجَةٍ ۖ الزُّجَاجَةُ كَأَنَّهَا كَوْكَبٌ دُرِّيٌّ يُوقَدُ مِن شَجَرَةٍ مُّبَارَكَةٍ زَيْتُونَةٍ لَّا شَرْقِيَّةٍ وَلَا غَرْبِيَّةٍ يَكَادُ زَيْتُهَا يُضِيءُ وَلَوْ لَمْ تَمْسَسْهُ نَارٌ ۚ نُّورٌ عَلَىٰ نُورٍ ۗ يَهْدِي اللَّهُ لِنُورِهِ مَن يَشَاءُ ۚ وَيَضْرِبُ اللَّهُ الْأَمْثَالَ لِلنَّاسِ ۗ وَاللَّهُ بِكُلِّ شَيْءٍ عَلِيمٌ
Allah ist das Licht der Himmel und der Erde. Das Gleichnis seines Lichtes ist das einer Nische, in der eine Lampe ist. Die Lampe ist in einem Glas. Das Glas ist, als wäre es ein funkelnder Stern. Ihr Brennstoff kommt von einem gesegneten Baum, einem Ölbaum, weder östlich noch westlich, dessen Öl beinahe schon Helligkeit verbreitete, auch wenn das Feuer es nicht berührte. Licht über Licht. Allah führt zu Seinem Licht, wen Er will. Allah prägt den Menschen die Gleichnisse, und Allah weiß über alles Bescheid.
Was bedeutet Licht in diesen Versen?
(14:1)
الر ۚ كِتَابٌ أَنزَلْنَاهُ إِلَيْكَ لِتُخْرِجَ النَّاسَ مِنَ الظُّلُمَاتِ إِلَى النُّورِ بِإِذْنِ رَبِّهِمْ إِلَىٰ صِرَاطِ الْعَزِيزِ الْحَمِيدِ
Alif-Lam-Ra. Dies ist ein Buch, das Wir zu dir hinabgesandt haben, damit du die Menschen mit der Erlaubnis ihres Herrn aus den Finsternissen hinaus ins Licht bringst, auf den Weg des Allmächtigen und Lobenswürdigen
Licht ist hier eine Metapher für das, was oft verborgene ist und sichtbar werden kann.
Durch diese Form des Lichts werden wir auf Verborgenes hin-gewiesen, das erst dadurch in vollem Unfang sichtbar, erkenn-bar wird; dass wir über solche Phänomene nachdenken; sie untersuchen; sie erforschen:
Bei der Interpretation bekannter Fakten – soweit sie in einem Zusammenhang mit der Aussage eines Verses stehen - des von Ihm Geschaffenen nicht zu berücksichtigen, nämlich was und wie Allah etwas erschaffen hat, ist nicht akzeptabel.
3. Qur'ân-Verse, die bei der Beschäftigung mit Richtig und Falsch, Zulässig und Unzulässig entscheidend sein kön-nen.
Der Qur'ân untersagt, etwas aus bloßer Willkür als erlaubt (ḥalâl) oder verboten (ḥarâm) zu erklären (16:116):
وَلَا تَقُولُوا لِمَا تَصِفُ أَلْسِنَتُكُمُ الْكَذِبَ هَٰذَا حَلَالٌ وَهَٰذَا حَرَامٌ لِّتَفْتَرُوا عَلَى اللَّهِ الْكَذِبَ ۚ إِنَّ الَّذِينَ يَفْتَرُونَ عَلَى اللَّهِ الْكَذِبَ لَا يُفْلِحُونَ
Und sagt nicht von dem, was eure Zungen als Lüge behaupten: "Das ist erlaubt (halâl), und das ist verboten (ḥarâm)", um gegen Allah eine Lüge zu ersinnen. Gewiß, denjenigen, die gegen Allah eine Lüge ersinnen, wird es nicht wohl ergehen.
Dazu gehört ebenso ein Vers aus dem Qur'ân zu dessen arabischer Sprache:in (16:103):
وَلَقَدْ نَعْلَمُ أَنَّهُمْ يَقُولُونَ إِنَّمَا يُعَلِّمُهُ بَشَرٌ ۗ لِّسَانُ الَّذِي يُلْحِدُونَ إِلَيْهِ أَعْجَمِيٌّ وَهَٰذَا لِسَانٌ عَرَبِيٌّ مُّبِينٌ
Und Wir wissen sehr wohl, daß sie sagen: "Es lehrt ihn nur ein menschliches Wesen." Die Sprache dessen, auf den sie hin-weisen, ist eine fremde, während dies hier deutliche arabische Sprache ist.
4. Ein Qur'ân-Vers, der uns auffordert, nicht einfach altbe-kannten Meinungen zu folgen.
Die Position vieler Muslime, sich ohne nachzudenken auf überlieferte Ansichten der Vergangenheit zu berufen, steht im krassen Gegensatz zur Position des Qur'âns, der die Befolgung des Wortes Allahs anordnet (5:104):
وَإِذَا قِيلَ لَهُمْ تَعَالَوْا إِلَىٰ مَا أَنزَلَ اللَّهُ وَإِلَى الرَّسُولِ قَالُوا حَسْبُنَا مَا وَجَدْنَا عَلَيْهِ آبَاءَنَا ۚ أَوَلَوْ كَانَ آبَاؤُهُمْ لَا يَعْلَمُونَ شَيْئًا وَلَا يَهْتَدُونَ
Und wenn man zu ihnen sagt: "Kommt her zu dem, was Allah (als Offenbarung) herabgesandt hat, und zum Gesandten", sagen sie: "Unsere Genüge ist das, worin wir unsere Väter (vor-) gefunden haben." Was denn, auch wenn ihre Väter nichts begriffen und nicht rechtgeleitet waren?
5. Die bisher bekannte Vorgeschichte (vor der Offenbar-ung des Qur'âns) zum Sodom-Mythos und dessen Einfluss auf das Denken der Muslime.
Im Alten Testament gibt es zwei Verse, die oft als Verbot von Homosexualität verstanden werden. Doch was sagen sie wirklich aus?
Diese 2 Stellen im AT sind: 3 Mose 18, 22-23 und 3 Mose 20, 13, die oft als Verbot von homosexuellem Verhalten verstanden werden.:
3 Mose 18, 22,:
וְאֶת־זָכָר לֹא תִשְׁכַּב מִשְׁכְּבֵי אִשָּׁה תוֹעֵבָה הִוא
Und du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau. es ist eine Abscheulichkeit.
3 Mose 20, 13:
וְאִישׁ אֲשֶׁר יִשְׁכַּב אֶת־זָכָר מִשְׁכְּבֵי אִשָּׁה תּוֹעֵבָה עָשׂוּ שְׁנֵיהֶם מוֹת יוּמָתוּ דְּמֵיהֶם בָּם
Und wenn ein Mann bei einem Mann liegt wie bei einer Frau, werden beide sterben; Ihr Blut soll auf ihnen liegen.
Ich beherrsche kein Hebräisch und bin deshalb auf eine wörtli-che deutsche Übersetzung angewiesen:
Für ein Verstehen der Aussage ist es nicht unerheblich, wer den Text liest: Jemand mit einem gewissen religiösen oder homo-phoben Hintergrund wird überzeugt sein, dass sie homosexuel-len Verkehr verbieten, und er wird nicht weiter über den Wortlaut nachdenken.
In beiden Passagen wird – so wie ich sie aufgrund der deut-schen Übersetzung verstehe - von einem Mann gesprochen, der bei einem Mann liegt, wie bei einer Frau, mit anderen Worten: Wer ein Verbot von Homosexualität hineinlesen will, müsste ihn folgendermaßen lesen:
1. Vers:
Und du (Homosexueller) sollst nicht bei einem Mann liegen wie (ein heterosexueller Mann) bei einer Frau liegt. es ist eine Abscheulichkeit.
2.Vers:
Und wenn ein (homosexueller) Mann bei einem Mann liegt wie (ein heterosexueller Mann) bei einer Frau, werden beide sterben; Ihr Blut soll auf ihnen liegen.
Lesarten, die nicht im AT stehen, der in Klammern stehende Text ist nicht der biblische Text, sondern sind Ergänzungen, um die wahrscheinliche Aussage bzw. Nicht-Aussage zu verdeut-lichen.
Wenn das 'Liegen' hier im sexuele Sinn von Sexualität zu ver-stehen ist, kann der ursprüngliche Text bestenfalls nur jeman-den meinen, den man als einen Bisexuellen bezeichnen würde. der in der Lage ist, sowohl mit einer Frau als auch einem Mann intim zu werden. Und er sagt nichts aus über das, was traditionell in ihn hineingelesen wurde, was er für manche „eigentlich“ meinen soll.
Das Neue Testament
In den 4 (kanonischen) Evangelien äußerte sich Jesus nicht zur Homosexualität und kennt als Sünde Sodoms allein die Miss-achtung des Gastrechts (Matthäus 10, 11 - 15, Matthäus 11, 23 – 24, Lukas 10, 10 – 12).
Dieser Befund deutet darauf, dass der Sodom-Mythos wie auch die Verbindung von Homophobie mit der Religion zur Zeit der Entstehung der Evangelien keine allgemeine Verbreitung fand, er nicht Teil der Lehre von Jesus war, sondern auf andere religi-öse Strömungen zurückgeht, die dann ihren Weg einerseits über die mawâlî zu den Muslimen fanden und andererseits in andere Schriften des Neuen Testaments, jedenfalls nicht in jene, auf deren Umfeld die Texte der Evangelien beruhen.
Was sagt das Alte Textament über Sodom aus?
Zunächst historische Belege über die Bewohner vom Sodom:
(Wegen der sich bemerkbar machenden Auswirkungen des Alters und vermutlich nicht ausreichend verbleibender Zeit zur Bearbeitung aller offenen Fragen, habe ich Künstliche Intelli-genz (CHATGPT, Deepseek und claude) hinzugezogen:)
Auf die Frage: „Gibt es historische Belege für Homo-sexualität bei den Bewohnern von Sodom?“
antwortete ChatGPT:
„Nein, es gibt keine historischen Belege dafür, dass die Bewohner von Sodom tatsächlich homosexuell waren. Die Geschichte von Sodom und Gomorra stammt aus der Bibel (Genesis 19) und wurde über Jahrhunderte theologisch und kulturell unterschiedlich interpretiert.“
Und:
„Fazit:
Die Behauptung, dass die Bewohner Sodoms „homosexuell“ gewesen seien, ist eine spätere Interpretation bestimmter religiöser Gruppen, die den Text wörtlich oder in einem bestimmten moralischen Kontext lesen. Historisch und kulturell betrachtet, handelt es sich eher um eine Erzählung über Gewalt, Ungerechtigkeit und fehlende Gast-freundschaft als über sexuelle Orientierung.“
Das Alte Testament und die Sodom-Geschichte:
Die Frage „Welches sind die ältesten Texte, in denen Genesis 19,5 als Homosexualität verstanden werden?, beantworte-te ChatGPT so:
„Die ältesten Texte, in denen Genesis 19,5 (die Geschichte von Sodom) explizit als Verurteilung von Homosexualität interpretiert wird, stammen nicht aus der hebräischen Bibel selbst, son-dern aus späteren jüdischen und frühchristlichen Ausle-gungen. In Genesis 19,5 steht (Aus dem Hebräischen über-setzt):
„Wo sind die Männer, die zu dir gekommen sind in dieser Nacht? Bring sie zu uns heraus, dass wir sie erkennen (וְנֵדְעָה אֹתָם).“
Das Wort „erkennen“ (yada) wird hier oft als sexuell konnotiert verstanden – was aber nicht zwingend ist. Die hebräische Bibel liefert selbst keine klare Interpretation, dass hier Homosexualität das Hauptproblem sei. Die Sünde von Sodom wird im Tanach später weiterhin oft mit Gewalt, Ungerechtigkeit oder Unter-drückung erklärt (z. B. Hesekiel 16,49–50).“
Ebenfalls CHATGPT:
"1. Jüdische Texte aus dem Zweiten Tempel (ca. 2. Jh. v. Chr. – 1. Jh. n. Chr.)
Jubiläenbuch (ca. 2. Jh. v. Chr.): nennt „Unzucht“ als Sünde Sodoms, ohne Homosexualität explizit zu erwähnen.
Philo von Alexandria (ca. 20 v. Chr. – 50 n. Chr.): interpretiert Sodom als Symbol sexueller Ausschweifung, inklusive „unnatür-licher“ Praktiken, was als Hinweis auf Homosexualität gelesen wurde.
Josephus Flavius (1. Jh. n. Chr.): schreibt, die Sodomiten hät-ten „Gäste vergewaltigen wollen“, erwähnt aber eher allgemeine sexuelle Ausschweifung als spezifisch homosexuelle Handlung.
➤ Philo ist vermutlich der erste, der deutlich in Richtung einer Interpretation von Genesis 19,5 als homosexuelle Handlung deutet, mit moralisch ablehnendem Unterton.“
Mit anderen Worten: Erst kurz vor Beginn der christlichen Zeit-rechnung zeigen sich Andeutungen, in denen Homosexualität gemutmaßt wird..
Und CHATGPT weiter:
Die älteste erhaltene Interpretation, die homosexuelles Verhal-ten explizit mit Genesis 19,5 verbindet, stammt vermutlich von Philo von Alexandria im 1. Jh. n. Chr.
Im Neuen Testament wird das Thema angedeutet (z. B. Judasbrief), aber erst in der patristischen Theologie (ca. 100 n. Chr. bis 750 n. Chr.) wird die Verbindung von Sodom und Homosexualität systematisch etabliert.
(Der Judasbrief entstand vermutlich an der Wende vom 1. zum 2. Jahrhundert nach Christus (etwa zwischen 100 und 120 n. Chr.)).
Die hebräische Bibel selbst legt den Schwerpunkt jedoch eher auf Gewalt, Ungastlichkeit und allgemeine moralische Verderbtheit.“
Die Qumran-Schriftrollen über Sodom und Lot und sein Volk
CHATGPT:
Darin gibt es Erwähnungen von Sodom und Lot.
Was war die "Sünde" von Sodom?
In den Qumran-Texten wird der Fokus der Kritik an Sodom oft auf folgende Punkte gelegt:
Hochmut und Reichtum (wie auch im Buch Ezechiel 16,49 angedeutet)
- Gewalt, Unterdrückung, Gesetzlosigkeit
- Ablehnung der Armen und Bedürftigen
- Gotteslästerung und mangelnde Gastfreundschaft
Auch:
Lot als Vorbild
Lot wird in einigen Qumran-Texten positiv dargestellt, als jemand, der sich von der Sünde fernhält und den Geboten Gottes treu bleibt, ähnlich wie später in 2. Petrus 2,7 im Neuen Testament.
Fazit:
Die Qumran-Schriften:
bestätigen die biblische Geschichte von Sodom und Lot,
legen den Schwerpunkt auf moralischen, sozialen und religiösen Verfall, nicht speziell auf Sexualität,
stellen Lot als gerechten Mann dar, der das Böse meidet.“
Das zuvor Genannte war eine mögliche Basis für die Kirchenväter.
Mit anderen Worten: Historische Belege und entsprechende Aussagen im Alten Testament gab es nicht, sondern ledilich Ansätze homophobern Verständnisses.
Oder wie claude ai es ausdrückte:
"Die Vorstellung, Sodom sei wegen Homosexualität bestraft worden, ist keine Auslegung des Textes selbst, sondern ein Produkt des hellenistischen Kontexts – entstanden durch die Überlagerung des hebräischen Textes mit griechisch-römischen Naturrechtskategorien und der moralischen Verurteilung gleich-geschlechtlicher Sexualität, die in der griechisch-römischen Philosophie (besonders der Stoa) verbreitet war. Sie wurde dann vom frühen Christentum übernommen und verfestigt – und gelangte so auch in islamische [= muslimische] Ausle-gungs-traditionen, die ihrerseits auf diese bereits christianisierte und hellenisierte Deutung zurückgriffen."
CHATGPT:
Kirchenväter wie Tertullian, Augustinus, Johannes Chrysosto-mus (2.–5. Jh.) schreiben explizit von der „unnatürlichen“ Lust in Sodom und verbinden diese klar mit homosexuellem Verhalten.
➤ Im frühen Christentum etabliert sich zunehmend die Deutung von Sodom als Symbol für homosexuelle Sünde.“
Die frühe Geschichte der Muslime und ihr – für deren Denk-entwicklung verheerender – Kontakt zu den Christen und Juden.
Die ersten muslimischen Truppen erreichten die Levante in den Jahren 633/634 n. Chr. Dies geschah im Zuge der raschen arabisch-islamischen [= -muslimischen] Expansion unter dem ersten Kalifen Abu Bakr und seinem Nachfolger Umar, kurz nach dem Tod des Propheten Muhammed (ṣ) im Jahr 632.
Die zumeist analphabetischen Araber trafen auf Juden und besonders auf Anhänger christlicher Kirchen, von denen wenig-stens die Verantwortlichen in den Kirchen durch diese organ-isierten Kirchen eine allgemeine und religiöse Ausbildung erhiel-ten, wie etwa Gemeindeleiter, Priester, Mönche, Bischöfe u.a. Und bald konvertierten viele Christen und auch Juden zum Islam. Diese sogenannten mawâlî (= Klienten) brachten ihre religiösen Kenntnisse mit in ihre neue Religion und wurden schnell zu gefragten Quellen für weniger Gebildete. Und die Konvertiten bildeten bald die Mehrheit unter den frühen Musli-men. Und welche Gebiete die Muslime danach auch erreichten, überall lebten Anhänger der Kirche, in Nordafrika, Spanien und ebenso in östlich gelegenen Ländern.
Die kirchenväterlichen Vorstellungen fanden sich bald in einigen frühen Qur'ân-Kommentaren wieder, bildeten wohl auch eine Basis für religiöse Wissensvermittlung.